Screenshot der 2018 realisierten Website "Spurensuche - Kreis Osterholz 1933-1945". SnG
"Mit den Augen der Täter. Ein Fotoalbum über das Konzentrationslager Esterwegen 1935" - Sonderausstellung in der Gedenkstätte Esterwegen, 2018. Foto: Stiftung Gedenkstätte Esterwegen
Schüler_innen setzten sich auf der Grundlage historischer Quellen mit dem Alltags- und Arbeitsleben polnischer Zwangsarbeiter_innen in Braunschweig auseinander und verarbeiteten ihre Eindrücke mit künstlerischen Mitteln. Foto: Gedenkstätte KZ-Außenlager Braunschweig Schillstraße
Szenenfoto aus der Aufführung des deutsch-niederländischen Theaterprojektes „De Rozentuin – der Rosengarten“ am 17. November 2014 in einem früheren Häftlingsraum des Arbeitserziehungslagers Ohrbeck der Gestapo Osnabrück (Foto: Theo van Delft)
Die Sonderausstellung "Überdauert! Effekten - Objekte - Erinnerungen" wurde in der Gedenk- und Dokumentationsstätte KZ Drütte vom 11. April bis 31. Juli 2015 präsentiert (Foto: Jörg Dreyer)
Festakt zur Eröffnung der Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945“ in der BBS II in Göttingen (Foto: Philipp Küchler)
Modell des „Festplatzes“ Bückeberg nach einem Entwurf von Albert Speer aus dem Jahre 1934 (Foto: Sammlung Gelderblom)
Szenenfoto aus dem Theaterstück „Moshes zweites Leben“ (Fotograf: D. Kurtz)

Geförderte Projekte - eine Auswahl

Rückblick 2018

Stiftung Gedenkstätte Esterwegen

Wanderausstellung "Mit den Augen der Täter. Ein Fotoalbum über das Konzentrationslager Esterwegen 1935"

Die Stiftung Gedenkstätte Esterwegen realisierte eine Wanderausstellung mit Fotografien aus dem KZ Esterwegen. Die vom Reichspropagandaministerium in Auftrag gegebene Fotoserie entstand 1935. Sie sollte dazu dienen, der Öffentlichkeit im In- und Ausland den Eindruck geordneter Verhältnisse im Lager zu vermitteln. Das Fotoalbum enthält daher unverfänglich erscheinende Aufnahmen des Lagers, der Arbeitsorte der Häftlinge und einzelne Häftlingsportraits. Ausgeblendet bleiben die wahren Lebensverhältnisse der Häftlinge, die von schwerer körperlicher Arbeit, Unterversorgung, Misshandlungen und gezielten Mordaktionen geprägt waren. Im Rahmen der Ausstellung ist diesem Umstand Rechnung getragen worden, indem durch Kommentierungen, historische Kontextualisierungen und Lebensgeschichten einzelner Häftlinge die realen Verhältnisse im Lager gegenübergestellt werden.
Die Eröffnung der Ausstellung fand am 6. Mai 2018 statt.

 

 

Arbeitskreis Andere Geschichte Braunschweig e.V.

Entwicklung eines Bildungsmoduls: "Künstlerische Auseinandersetzung mit der Lebenssituation polnischer Zwangsarbeiter_innen und ihrer Familien während der NS-Zeit in Braunschweig"

Der Arbeitskreis Andere Geschichte Braunschweig e.V. entwickelte ein Konzept für ein Bildungsmodul für Schüler_innen ab der 9. Klasse, das interdisziplinär angelegt ist und Aspekte der historisch-politischen Bildungsarbeit mit künstlerischen Gestaltungsmöglichkeiten verknüpft.

Durch den Gebrauch unterschiedlicher Arbeits- und Verbrauchsmaterialien und die Auseinandersetzung mit der Geschichte der NS-Zwangsarbeit am Beispiel von Einzelschicksalen ehemaliger Zwangsarbeiter_innen soll ein kritisches Geschichtsbewusstsein entwickelt und gefördert werden. Das Bildungsmodul wurde in Zusammenarbeit mit einer Kunstpädagogin konzipiert, die die Schüler_innen auch in den praktischen Arbeiten beriet und unterstützte.

Dokumentations- und Lernort "Baracke Wilhelmine", Schwanewede

In Ricordo - Erinnerung italienischer Zwangsarbeiter in Schwanewede und in der Region (2018-2019)

2014/15 realisierte der Verein Heimatfreunde Neuenkirchen e.V., Träger der Dokumentationsstätte "Baracke Wilhelmine", in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Bremen und dem Denkort Bunker Valentin das außerschulische Projekt "In Ricordo", das sich an 9. und 10. Klässler_innen aus Bremen und Schwanewede (Niedersachsen) richtete und das Ziel verfolgte, eine intensivere Auseinandersetzung mit einer in der Öffentlichkeit wenig beachteten NS-Opfergruppe, den Italienischen Militärinternierten, zu fördern. Die Gruppe wurde 2015 im bundesweiten Wettbewerb "Demokratisch Handeln" mit einer Urkunde geehrt.

2018 startete die Fortsetzung des Projekts.

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Maro Dromm - Sui Generis e.V., Osnabrück

Kulissen für das Theaterstück "Unku - die Geschichte der Erna Lauenburger"

Der Osnabrücker Verein Maro Dromm - Sui Generis entwarf zusammen mit Schüler_innen der AG Antirassismus der Alexanderschule Wallenhorst in Osnabrück die Kulissen für das Theaterstück "Unku - die Geschichte der Erna Lauenburger", in dem das Schicksal der Sintezza Erna Lauenburger, genannt Unku, im Mittelpunkt steht. Aus Anlass des 75. Jahrestages der Deportation der Sinti und Roma in das Vernichtungslager Auschwitz fand anschließend eine Theateraufführung am 3. März 2018 in der Gedenkstätte Ahlem statt.

 

 

Ökumenischer Arbeitskreis Synagogenweg Norden e.V.

Erarbeitung der Ausstellung "De Jödenkark brannt…" Der Novemberpogrom 1938 in der Stadt Norden

Aus Anlaß des 80. Jahrestages der Novemberpogrome von 1938 realisierte der Ökumenische Arbeitskreis Synagogenweg Norden e.V. die Ausstellung "De Jödenkark brannt…", die auf der Grundlage von neueren Forschungsergebnissen die Ereignisse in Norden erstmals wissenschaftlich fundiert darstellt. Die lokal-historischen Begebenheiten wurden durch eine Kontextualisierung der reichsweiten Geschehnisse in einen Gesamtzusammenhang gestellt. Anders als bisher wurden auch  Verantwortung und Täterschaft von Einzelpersonen und Organisationen thematisiert. Die Perspektive der jüdischen Opfer wurde in Form von beispielhaften Biografien und Augenzeugenberichten vermittelt.

Die Ausstellung wurde vom 9. November bis 14. Dezember 2018 in Norden gezeigt.

 

 

Heimat- und Bürgerverein Ritterhude e.V.

Entwicklung der Website "Spurensuche - Kreis Osterholz 1933 - 1945"

Die unter der Trägerschaft des Heimat- und Bürgerverein Ritterhude e.V. entwickelte Website informiert über Ereignisse, Personen und Orte, die im Zusammenhang mit der Geschichte des Nationalsozialismus im Landkreis Osterholz von Bedeutung sind.

Über eine interaktive Karte sind bisher rund 300 gefundene Spuren im Landkreis dokumentiert, die sich mit den Schicksalen jüdischer Mitbürger, Zwangsarbeiter oder der sogenannten „Gemeinschaftsfremden“ beschäftigen.

Die Website wurde im November 2018 freigeschaltet. Interessierte sind zum Mitmachen eingeladen.

www.spurensuche-kreis-osterholz.de

 

 

Verein Regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln e.V.

Aufbau eines Dokumentations- und Lernorts "Die Reichserntedankfeste auf dem Bückeberg bei Hameln"

Der Verein Regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln e.V. erhielt eine finanzielle Unterstützung für den Aufbau eines Dokumentations- und Lernortes zum Thema "Die Reichserntedankfeste auf dem Bückeberg bei Hameln".

Im Rahmen des Projekts wurde auf Basis des aktuellen Diskussionsstandes im Umgang mit dem historischen Ort ein Konzept für ein historisch-topografisches Informationssystem entwickelt. Außerdem wurde die Erfassung der Sammlung zur Geschichte des Bückebergs nach wissenschaftlichen Kriterien weiter geführt.

 

 

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Projektarchiv

  • Deutsch-niederländisches Theaterprojekt „De Rozentuin – Der Rosengarten“

    Deutsch-niederländisches Theaterprojekt „De Rozentuin – Der Rosengarten“

     
  • Sonderausstellung „Überdauert! Effekten - Objekte - Erinnerungen“

    Sonderausstellung „Überdauert! Effekten - Objekte - Erinnerungen“

    Der Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V. ist Träger der Gedenk- und Dokumentationsstätte KZ Drütte. Das KZ Salzgitter-Drütte wurde im Zuge des verstärkten Einsatzes von KZ-Häftlingen in der Rüstungswirtschaft 1942 unter einer Hochstraße auf dem Gelände der „Reichswerke Hermann-Göring“ eingerichtet. Es war eines der ersten und größten Außenlager des KZ Neuengamme. Die Gedenk- und Dokumentationsstätte befindet sich in den Häftlingsunterkünften des ehemaligen Konzentrationslagers unter der immer noch betrieblich genutzten Hochstraße auf dem Werksgelände der heutigen Salzgitter Flachstahl AG. 

    Das Projekt wurde in Kooperation mit dem International Tracing Service (ITS) in Bad Arolsen entwickelt. Das Archiv verfügt über die umfangreichste namensbezogene Dokumentensammlung zu den NS-Verbrechen. Daneben verwahrt das ITS persönliche Gegenstände von ehemaligen Häftlingen der Konzentrationslager. Insgesamt handelt es sich um einige tausend sogenannte Effekten, die bisher nicht an ihre rechtmäßigen Eigentümer oder deren Angehörigen zurückgegeben werden konnten. 

    In dem Projekt des Arbeitskreises Stadtgeschichte wurden die bisher recherchierten Ergebnisse zu den Verfolgungswegen einzelner Häftlingen des KZ Drütte mit den beim ITS verwahrten Gegenständen dieser Personen verknüpft. Im Fokus der Ausstellung standen somit persönliche Gegenstände (Schmuckstücke, Dokumente, alltägliche Gebrauchsgegenstände) und das Schicksal ihrer Eigentümer. Die Ausstellung wurde im Rahmen der Feierlichkeiten aus Anlass des 70. Jahrestages der Befreiung am 11. April 2015 eröffnet. 

     
  • Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945“

    Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945“

    Die Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945“ wurde von den Geschichtswerkstätten Duderstadt und Göttingen e.V. in Kooperation mit internationalen Projektpartnern aus Polen, Italien und den Niederlanden konzipiert. Mit großem Erfolg wurde sie im Jahr 2010 in verschiedenen Orten Südniedersachsens präsentiert. Im Vordergrund steht die Dokumentation von Einzelschicksalen der zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppten Frauen, Männer und Kinder. Die Geschichte der Einzelpersonen ist eingebettet in die historischen und sozioökonomischen Kontexte. Aus Anlass der Eröffnung fand am 17. April 2015 ein Festakt statt, der mit großem Interesse von der Öffentlichkeit begleitet wurde. Seit 2015 ist sie dauerhaft in der Berufsbildenden Schule II in Göttingen öffentlich zugänglich.

     

     

     
  • Mediale Erschließung der Außenanlage der Gedenkstätte Schillstraße

    Mediale Erschließung der Außenanlage der Gedenkstätte Schillstraße

    Der Arbeitskreis Andere Geschichte Braunschweig e.V. hat im Rahmen seiner Aufgabenwahrnehmung für die „Gedenkstätte KZ-Außenlager Braunschweig Schillstraße“ ein webbasiertes Informationskonzept entwickelt, das die Zeitschichten der unterschiedlichen Erinnerungskulturen auf dem Gelände der Gedenkstätte mit Hilfe von Fotos, Dokumenten, topographischen Karten und Auszügen aus Interviews mit Zeitzeugen vermitteln soll. Einen thematischen Schwerpunkt wird die Geschichte des KZ Schillstraße und das Gelände des ehemaligen Lagers bilden, das heute von einem Shopping-Center als Parkplatz genutzt wird.

     
  • Ausgestaltung der ehemaligen Synagoge Stadthagen zu einem Lernort

    Ausgestaltung der ehemaligen Synagoge Stadthagen zu einem Lernort

    Der 2008 gegründete Verein ehemalige Synagoge Stadthagen hat sich zum Ziel gesetzt, die Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen im heutigen Landkreis Schaumburg und die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus zu befördern. Die Fördermittel dienten für den Umbau der ehemaligen Synagoge Stadthagen zu einem Gedenk- und Lernort. Nach der baulichen Sanierung des Gebäudes wurde zunächst der Raum im Erdgeschoss mit Informationen zur Geschichte der Juden in Schaumburg sowie exemplarischen Biographien von NS-Opfern aus Schaumburg mit Hilfe von bedruckten Tuchfahnen („Bannern“) versehen. In Form einer Beamer-Präsentation sollen alle Opfer des NS in Schaumburg namentlich genannt werden. Der Raum soll späterhin außerdem als Gedenk- und Veranstaltungsraum genutzt werden.

     
  • Aufbau eines Dokumentations- und Lernortes: Die „Reichserntedankfeste“ auf dem Bückeberg

    Aufbau eines Dokumentations- und Lernortes: Die „Reichserntedankfeste“ auf dem Bückeberg

    Der Verein Regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln erhält eine finanzielle Unterstützung für den Aufbau eines Dokumentations- und Lernortes zum Thema „Die Reichserntedankfeste auf dem Bückeberg bei Hameln“. In dem Projekt soll auf Basis des aktuellen Diskussionsstandes im Umgang mit dem historischen Ort ein topografisch-historisch orientiertes Informationssystem auf dem Bückeberg installiert werden. Weiterhin ist in Zusammenarbeit mit Schulen und dem Studienseminar Hameln die Erarbeitung von Unterrichtsmodellen mit didaktischen Handreichungen geplant. In einem dritten Baustein soll die Sammlung zur Geschichte des Bückebergs nach wissenschaftlichen Kriterien erfasst und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Das Projekt wird noch bis März 2018 fortgesetzt.

     
  • Theaterinszenierung „Moshes zweites Leben“

    Theaterinszenierung „Moshes zweites Leben“

    Der Förderverein Gedenkstätte Ahlem erhielt einen Zuschuss für die Erarbeitung und Aufführung der Theaterproduktion „Moshes zweites Leben. Der Todesmarch vom KZ Hannover Mühlenberg zum KZ Bergen-Belsen im April 1945“. In Rückblenden berichten die beiden Hauptdarsteller sukzessive über ihre jeweiligen Verfolgungserfahrungen, die nochmals einen dramatischen Höhepunkt während der Verlegung der Häftlinge vom KZ Mühlenberg in das KZ Bergen-Belsen im April 1945 erfahren. Das Theaterstück richtete sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler.