
Tagung "Grabstätten von NS-Opfern als Gedenk- und Lernorte", Wolfenbüttel, 27.-29. August 2009. Foto Jan von der Heyde. Dokumentationsstelle/GFN (SnG)
Initiativen
Die Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen wird durch ein weites Netz von Initiativen, Projekten, Geschichtswerkstätten und Einzelpersonen getragen, die aus bürgerschaftlichem Engagement handeln. Mit den Gedenkstätten bilden sie das Rückgrat der „Erinnerungslandschaft Niedersachsen“. Ein Gründungsimpuls war oft die Suche nach Antworten auf Fragen, die in der lokalen Öffentlichkeit über Jahrzehnte hinweg tabuisiert waren und verschwiegen wurden.
Alternative Stadtrundgänge, Ausstellungen, Zeitzeugengespräche, Schreibwerkstätten, Publikationen und Dokumentensammlungen sind nur Beispiele für ihre vielfältigen Aktivitäten. Mittlerweile sind regionale Erinnerungsnetzwerke entstanden, z. B. das Netzwerk Südniedersachsen sowie das Netzwerk Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover. In zahlreichen Städten und Gemeinden Niedersachsens engagieren sich Initiativen dafür, dass Stolpersteine verlegt werden, oder sie organisierten einen Aufenthalt vom „Zug der Erinnerung“, der das Schicksal deportierter Kinder und Jugendlicher dokumentiert.
Regionale Gedenkstätten in freier Trägerschaft sowie Geschichtsinitiativen haben sich im Jahr 2000 zu der „Interessengemeinschaft niedersächsischer Gedenkstätten und Initiativen zur Erinnerung an die NS-Verbrechen“ zusammengeschlossen.
Interessengemeinschaft niedersächsischer Gedenkstätten und Initiativen zur Erinnerung an die NS-Verbrechen
Initiativen, Vereine, Geschichtswerkstätten in Niedersachsen nach PLZ
