Arbeitskreis Opfer des Nationalsozialismus – Friedhöfe und Grabstätten

Auf dem Gebiet des Landes Niedersachsen befinden sich die Grabstätten von mehr als 200.000 Männern, Frauen und Kindern, die Opfer des NS-Regimes waren: KZ-Häftlinge, Kriegsgefangene, zivile Zwangsarbeiter, Patienten von Heil- und Pflegeanstalten, Justizgefangene. Die oft unbekannten Toten ruhen auf den Friedhöfen der großen Lager und auf etwa 1000 kommunalen oder kirchlichen Friedhöfen. Die Gräber unterliegen dem "Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft", die Toten haben ewiges Ruherecht. Für Pflege und Gestaltung dieser Anlagen kommt finanziell der Bund auf.

In den letzten Jahren rückten diese Friedhöfe und Gräber zunehmend in den Fokus öffentlichen Interesses: Wissenschaftler erforschen die Geschichte der Anlagen und der Opfergruppen, Landschaftsarchitekten beschäftigen sich mit der Gestaltung der Anlagen, engagierte Bürger widmen sich der Schicksalsklärung der Opfer und betreuen ausländische Besucher beim Besuch der Grabstätten ihrer Angehörigen , Schulen bieten Projekttage im Rahmen der historisch-politischen Bildung.

Um diesem wachsenden öffentlichen Interesse gerecht zu werden, haben die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und die Interessensgemeinschaft niedersächsischer Gedenkstätten 2009 den Arbeitskreis "Opfer des Nationalsozialismus - Friedhöfe und Grabstätten" initiiert. Ziel ist es, die verschiedenen Akteure zu vernetzen und Fortbildung und Austausch zu fördern. Dazu bietet die Stiftung unter anderem regelmäßig Workshops an, in denen Forschungsergebnisse und aktuelle Projekte vorgestellt werden.


6. Workshop, 17. März 2016, Hannover

Verschwundene Grabstätten und Mahnmale

Tagungsmaterialien:

Vorträge:

  • Wulf Böcker (Bremen)
    Die Wiederauffindung eines ehemaligen Gräberfeldes für sowjetische Kriegsgefangene bei Blumenthal/Schwanewede
    Download Vortragstexte (PDF)

  • Dr. Carola S. Rudnick ("Euthanasie"-Gedenkstätte Lüneburg)
    "Leistet nichts. Zu schwach. Nicht einsatzfähig." Hintergründe zu den Gräbern ausländischer Patientinnen und Patienten der Heil- und Pflegeanstalt Lüneburg
    Download Zusammenfassung (PDF)

  • Gabriele Jannowitz-Heumann (Kreisarchiv Osterholz)
    Der lange Weg des Jan Massier
    Download Faltblatt (PDF)

  • Simone Rose (Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.)
    Gestorben - vergessen - erinnert! Die aktuelle Arbeit des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Bezirk Hannover
    Download Präsentation (PDF)

5. Workshop, 22. Januar 2015, Hannover

Tagungsmaterialien:

Vorträge:

  • Ann Katrin Düben, Leipzig
    KZ-Grabstätte, „Russenfriedhof“ und Kriegsgräberstätte: Die Entwicklung der neun Friedhöfe für die Verstorbenen der Emslandlager zwischen 1949 und 1969
    Download (PDF)

  • Ronald Sperling, Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel e.V.
    Gräber sowjetischer Kriegsgefangener in Zeven, Ldk. Rotenburg/Wümme
    Download Text und Präsentation (PDF)

  • Peter Wanninger, AG Bergen-Belsen
    Erfahrungen mit Angehörigen von Opfern beim Besuch der Kriegsgefangenenfriedhöfe Hörsten, Oerbke und Wietzendorf
    Download (PDF)

  • SchülerInnen der Klasse 10, Freie Waldorfschule Oldenburg
    Die vergessenen Gräber der Euthanasietoten aus Kloster Blankenburg: Ein Geschichtsprojekt
    Download (PDF)

  • Bernhard Gelderblom, Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln e.V.
    Das Gräberfeld der Opfer des Zuchthauses Hameln auf dem Friedhof Am Wehl: Auf dem Weg zu einem Ort des Erinnerns und Lernens
    Download (PDF)

4. Workshop, 23. Januar 2014, Hannover

Erinnern an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft: Kontroversen des Gedenkens, vergessene Gräber

Tagungsmaterialien:

Vorträge:


3. Workshop, 13. März 2013, Hannover

Historische Gestaltung von Friedhöfen und Mahnmalen

Tagungsmaterialien:

Zusammenfasssungen der Vorträge:


2. Workshop, 19. Januar 2012

Erinnern, Forschen, Lernen: 'Anonyme' Gräber und Namensermittlung in Forschung und Pädagogik

Tagungsmaterialien:

Zusammenfasssungen der Vorträge:

  • Rolf Keller
    Grabstätten sowjetischer Kriegsgefangener: Erfassung der Todesfälle, Richtlinien für die Bestattung, Quellenüberlieferung – Möglichkeiten der Schicksalsklärung und der Rekonstruktion von Friedhöfen
    Download (PDF)

  • Silke Petry
    Vorstellung des Projekts "Der Arbeitseinsatz sowjetischer Kriegsgefangener im Lagersystem der Wehrmacht auf dem Gebiet des heutigen Landes Niedersachsen (1941-1945)"
    Download (PDF) und Projektinformation Download (PDF)

  • Tontafelprojekte des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. am Beispiel des Friedhofs Heemsen/Rohrsen (Landkreis Nienburg/Weser) Download (PDF)

  • Materialien der Schul-AG HeemsenDownload (PDF)

  • Elke Zacharias
    Informationen zum Friedhof Jammertal, SalzgitterDownload (PDF)

  • Informationen zum Gräberfeld 13a, WolfenbüttelDownload (PDF)

  • Julia Berlit-Jackstien
    Ein Gedenkbuch für den Ehrenfriedhof Maschsee-Nordufer, Hannover
    Download (PDF)

  • Gedenkorte in Wolfsburg

    • Werderstraße ⇒ Download (PDF)
    • Waldfriedhof ⇒ Download (PDF)
    • Wolfsburger Moor ⇒ Download (PDF)
    • Mahnmal Außenlager Laagberg ⇒ Download (PDF)
    • Mahnmal Ecke Porschestraße / Sarah-Frenkel-Platz ⇒ Download (PDF)
    • Friedhöfe Rothenfelder Straße, Fallersleben, Rühen, Gedenkstätte Rühen, Erinnerungsstätte und Gedenkstein der Auszubildenden auf dem Gelände des Volkswagenwerks ⇒ Download (PDF)

  • Informationen zur KZ-Gedenkstätte Schandelah-WohldDownload (PDF)

 

 

 

 

Kontakt

Stiftung niedersächsische Gedenkstätten | Gedenkstättenförderung Niedersachsen
Im Güldenen Winkel 8
29223 Celle

Rolf Keller
Tel.: 05141 – 933 55-19
rolf.keller@stiftung-ng.de

Juliane Hummel
Tel.: 05141 – 933 55-25
juliane.hummel@stiftung-ng.de

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