Tag des offenen Denkmals 2014
Programme der Gedenkstätten und Initiativen in Niedersachsen

Am Sonntag, dem 14. September 2014 findet der bundesweite "Tag des offenen Denkmals" statt. Dieses Jahr hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den Schwerpunkt "Farbe" gewählt.

Welche Bedeutung haben Farben an den Orten des Verbrechens des NS-Regims? Um darüber zu diskutieren und um über das Geschehene an diesen Orten zu informieren, laden Gedenkstätten und Initiativen in Niedersachsen zu einem Besuch am Aktionstag ein.

Bundesweites Programm:Deutsche Stiftung Denkmalschutz: Tag des offenen Denkmals

 

Gedenkstätte Lager Sandbostel

Gedenkstätte Lager Sandbostel

1939-45 Kriegsgefangenenlager für Tausende Gefangene und Militärinternierte aus über 70 Nationen, vor allem aus der Sowjetunion. 1945 auch „Auffanglager“ für etwa 9.000 KZ-Häftlinge. Die erhaltenen Gebäude, zum Teil aus Holz, stehen unter Denkmalschutz.

Greftstraße 3, 27446 Sandbostel
Tel.: 04764 – 22 54 810
info@stiftung-lager-sandbostel.de
www.stiftung-lager-sandbostel.de
Dauerausstellung, geöffnet Mo bis Fr 9 - 16 Uhr, So und feiertags 10 - 17 Uhr.

Am 14.9. geöffnet 10 - 17 Uhr.
Programm (externer Link, Download PDF)

Gedenkstätte Bergen-Belsen

http://bergen-belsen.stiftung-ng.de

Seit 1945 weltweit bekannter Erinnerungsort, Mahnmale aus der Nachkriegszeit erinnern an mehr als 70.000 Menschen, die 1940-45 im Kriegsgefangenen- und Konzentrationslager umkamen. Das frühere Lagergelände mit Relikten von Lagerbauten steht unter Denkmalschutz.

Anne-Frank-Platz, 29303 Lohheide
Tel.: 05051 - 47 59-0
information.bergen-belsen@stiftung-ng.de
http://bergen-belsen.stiftung-ng.de
Dauerausstellung, geöffnet April bis Sept. 10 - 18 Uhr, Okt. bis März 10 - 17 Uhr.

Am 14.9. geöffnet 10 - 18 Uhr, Programm und Führungen von 11 - 17 Uhr.

Sowjetischer Kriegsgefangenenfriedhof Wietzendorf

© Peter Wanninger, AG Bergen-Belsen

Friedhof des Kriegsgefangenenlagers Wietzendorf (1941-45), auf dem rund 16.000 sowjetische Soldaten bestattet sind. Erhalten ist das originale Mahnmal, das die sowjetische Militärmission 1945 errichten ließ.

29649 Wietzendorf
c/o Uwe Wrieden, Bürgermeister Gemeinde Wietzendorf
Tel.: 05196-9780
uwe.wrieden@wietzendorf.de
www. wietzendorf.de

Am 14.9. Führungen um 9:30 und 15 Uhr: Bahnhof, Alter Friedhof, ehemaliges Lagergelände, Sowjetischer Kriegsgefangenenfriedhof, Museum im Heimathaus Peetshof. Treffpunkt: Bahnhof Wietzendorf. Dauer: Ca. 1,5 Stunden

Alte Predigthalle auf dem jüdischen Friedhof An der Stangriede

Predigthalle Friedhof Stangriede (Hannover)

1864 von Edwin Oppler erbaute Trauerhalle, in der sich die Gedenkstätte der früheren Synagogengemeinde für die jüdischen Kriegsgefallenen 1914-18 befindet. Ab 1941 Nutzung der Halle als "Judenhaus" für mehr als 100 hannoversche Juden.

An der Strangriede 55, 30167 Hannover
c/o Dr. Peter Schulze
Tel.: 0163 - 88 17 639

Am 14.9. geöffnet 11 - 18.00 Uhr.
Führung um 16.30 Uhr.

Gedenkstätte Ahlem

Gedenkstätte Ahlem

Die im Juli 2014 wieder eröffnete Gedenkstätte informiert in einer neuen Ausstellung über die ehemalige Israelitische Gartenbauschule Ahlem (1893-1942) sowie über die Geschichte des Ortes als Sammelstelle für die Deportation der Juden (1941-1944), als Außenstelle der Gestapo Hannover (ab Okt. 1943) und als Polizei-Ersatzgefängnis (ab Juli 1944).

Heisterbergallee 8, 30453 Hannover
www.gedenkstaette-ahlem.de
Dauerausstellung, geöffnet Di und Mi 10 - 17 Uhr, Do 10 - 19 Uhr, Fr 10 - 14 Uhr, So 11 - 17 Uhr. Mo, Sa und an Feiertagen geschlossen.

Am 14.9. geöffnet 11 - 17 Uhr

Gedenkort Konzentrationslager Limmer

Gedenkstein KZ Limmer 2007

Von Juni 1944 bis April 1945 Außenlager des KZ Neuengamme auf dem Gelände der Continental Gummiwerke in Hannover. In drei Baracken waren über 1.000 weibliche Häftlinge untergebracht, die zur Zwangsarbeit im Continental-Werk und in den Brinker Eisenwerken eingesetzt wurde. Seit 1987 erinnert eine Gedenktafel an das Lager.

Stockhardtweg / Ecke Sackmannstraße, 30453 Hannover
c/o Arbeitskreis "Ein Mahnmal für das Frauen-KZ in Limmer"
Dr. Sebastian Winter, Tel.: 0511-642 4113, sebastian.winter@uni-bielefeld.de | Horst Dralle, Tel. 0511 2104476, horstdralle@t-online.de
www.kz-limmer.de

Am 14.9. Führungen über das ehemalige Lagergelände um 10, 13.30 und 16 Uhr. Die früheren Standorte der Baracken werden gekennzeichnet sein.

Gedenk- und Dokumentationsstätte KZ Drütte

Außenlager des KZ Neuengamme auf dem Gelände der "Reichswerke Hermann Göring" 1942-45. In Räumen unter einer Hochstraße waren bis zu 3.000 Häftlinge untergebracht, die im Stahlwerk zur Zwangsarbeit eingesetzt wurden. Das Areal der Hochstraße im Bereich des früheren KZ steht unter Denkmalschutz.

Auf dem Gelände der Salzgitter AG, 38239 Salzgitter
c/o Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V., Wehrstraße 29, 38226 Salzgitter
Tel.: 05341 - 44 581
info@gedenkstaette-salzgitter.de
www.gedenkstaette-salzgitter.de
Dauerausstellung, geöffnet jeden 2. Sa im Monat 15 - 17 Uhr und auf Anfrage.

Am 14.9. Führung um 11 Uhr zum Thema "Bedeutung von Farben im Konzentrationslager". Treffpunkt: Salzgitter AG (Tor 1), Eisenhüttenstraße, SZ-Watenstedt.

Gedenkort Kindersterbelager Rühen

Gedenkort Kindersterbelager Rühen

Im "Kinderpflegeheim" Rühen des Volkswagenwerkes kamen mindestens 365 Säuglinge von osteuropäischen Zwangsarbeiterinnen zwischen 1944 und 1945 ums Leben. Im Mai 2014 konnte die VVN/BdA gemeinsam mit der IG Metall Wolfsburg eine Gedenktafel am Ort des Kindersterbelagers am Ortsrand von Rühen aufstellen.

An der L 244 am Ortsrand von 38471 Rühen Richtung Mittellandkanal
c/o VVN/BdA Wolfsburg
Mechthild Hartung
Tel. 05361-76263
mecki.hartung@gmx.de
http://wolfsburg.vvn-bda.de

Am 14.9. Information und Führung um 14 Uhr. Treffpunkt: An der Mahn- und Gedenktafel. 

Artikel-Informationen:

Ansprechpartnerin: Juliane Hummel
Gedenkstättenförderung Niedersachsen | Stiftung niedersächsische Gedenkstätten
Im Güldenen Winkel 8
29223 Celle
Tel.: 05141 - 933 55-25
juliane.hummel@stiftung-ng.de

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